Schulmöbeltransport Mai 2004
Ende gut - alles gut
Pünktlich um 9.00 Uhr warteten am Donnerstag, 6. Mai, an der Erich Kästner-Schule, Brunnthaler Straße alle Helfer,
um den LKW, der die gespendeten Schulmöbel und -tafeln nach Bulgarien bringen sollte, zu beladen.
Die Mitarbeiter des Bauhofes hatten vom Gymnasium Ottobrunn die Schultafeln abgeholt und standen mit einem Stapler
bereit. Schulkinder der 7. Klasse hatten schon Stühle vom Schulkeller nach oben getragen. Plötzlich die Nachricht,
der LKW befindet sich noch in der Nähe von Salzburg und wird erst gegen Mittag in Höhenkirchen eintreffen.
Nun galt es umzudisponieren, nachdem die Helfer der Sabelschule München nur am Donnerstag zur Verfügung standen.
Als der LKW dann mittags eintraf, wurden erst die wieder im Bauhof deponierten 8 Schultafeln aufgeladen,
anschließend ging es nach München zur Sabelschule in die Schwanthaler Straße.
Für Freitag Morgen 8.00 Uhr war dann vorgesehen, die Höhenkirchener Schulmöbel aufzuladen, was alles gut
funktionierte. Die Mitarbeiter des Bauhofes und die Brüder Kormanjos hatten alles großartig organisiert.
In der Zwischenzeit war die 1.Vorsitzende, Marei Tepawitscharow, noch am Donnerstag Abend nach Sofia geflogen,
um den Transport dort in Empfang zu nehmen, gemeinsam mit dem Bulgarischen Roten Kreuz durch den Zoll zu bringen
und anschließend in das Dorf Semtschinovo zu begleiten.
Beim Beladen erfuhren wir, daß durch die Spedition vorgesehen war, den Container über Passau auf der Donau
bis zur rumänischen Grenze zu befördern und ab dort auf dem Landweg nach Sofia weiter zu fahren.
Gleich war uns klar, daß der Zeitplan nicht mehr einzuhalten war. Herr Junior von der Bulgarienhilfe Ulm,
der dankeswerter Weise den Transport für uns abwickelte, konnte dann erreichen, daß endlich am Dienstag, 11. Mai,
der Container wie ursprünglich zugesichert auf dem Landweg nach Sofia gebracht wurde.
36 Stunden stand der LKW an der ungarisch-rumänischen Grenze und dann noch einmal 8 Stunden an der
Donaufähre (Grenze Rumänien/Bulgarien). Buchstäblich auf dem letzten Drücker wurde dann am Samstag, 15. Mai, der
Transport vom Roten Kreuz Sofia freigegeben und es ging nach Semtschinovo. Dort gab es zwar keine technischen
Hilfsmittel, aber viele helfende Hände, und der LKW war schnell entladen. Natürlich war die Freude groß über alles,
was aus dem LKW zutage kam. Bei dieser Gelegenheit haben wir erfahren, daß die Schule Christo-Botev schon
geschlossen werden sollte, was durch unsere Hilfsaktionen aber verhindert werden konnte.
Der Verein ist sehr stolz, ein solch großes Projekt erfolgreich abgeschlossen zu haben.
Dies war nur möglich, weil uns viele Menschen geholfen haben:
Frau Bürgermeisterin Ursula Mayer, die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes, Herr Direktor Dresel
und die Brüder Kormanjos von der Erich Kästner-Schule, die Herren Behrens, Legge und Mooz und ganz
besonders Herr Junior aus Hohenbrunn.
Uta Lehmann
07.07.04